Beton bietet gegenüber Holz- und Edelstahlbehältern einen Vorteil. Durch die Vielzahl extrem feiner Luftporen im Beton gelangt Sauerstoff gezielt in Miniaturdosen in den Wein, es entsteht eine natürliche Mikrooxidation, so dass der Wein zur Reifung ausreichend atmen kann. Holz verfügt zwar auch über Poren, gibt aber Röstaromen und Tannine an den Wein ab. Im Gegensatz dazu bewahrt Beton den natürlichen sortenreinen Geschmack des Weines.
„Wir mussten zu Beginn alles über den Chemismus des Weines, betreffend der Reaktion auf den Beton, prüfen und haben dann die geeignete Betonsorte für den Weinausbau kreiert”, erklärt Ing. Johann Ramsbacher, Geschäftsführer der Rauter GmbH, der steirischen Herstellerfirma der Betoneier. Der ph-Wert des Weines befindet sich im sauren Bereich, daher wurde eine Spezialrezeptur entwickelt. Auch die Schalung und damit auch die Betonoberfläche der Betoneier wurden im Vergleich zum französischen Modell verbessert. Angela und Werner Michlits ließen sich vor drei Jahren von der neuen Methode des Weinausbaues in Betoneiern begeistern. Seither sind sie erfolgreich dabei, den bio-dynamischen Weinbau mit dieser Ausbau- und Lagermethode auch hierzulande salonfähig zu machen. Vor einem Jahr wurde der “Meinklang Sankt Laurent 2006″ als der erste in Betoneiern “ausgebrütete” Wein Österreichs abgefüllt.
Ein Betonei fasst 900l und hat eine Wandstärke von zwölf Zentimetern, dabei wiegt es mehr als 1,7 Tonnen und eignet sich für den Ausbau von Rot- und Weißwein gleichermaßen.
Beton findet in allen Bereichen der Baubranche als moderner Baustoff Verwendung. Mehr zur Verwendung von Beton und den ALPINE eigenen Beton-Forschungen finden Sie im ALPINE-Magazin „struct“ (erstmaliger Erscheinungstermin Herbst 2009).
Bildquelle: www.meinklang.at
Links:
www.meinklang.at
www.rauter.at




