Auftraggeber: Public Enterprise ROADS OF SERBIA
Bauzeit: 03.2008 – 2011
Standort: zwischen Novi Sad und Belgrad bei Beska
Land: Serbien
Im Zuge des Vollausbaues der E75 (Teil des Europakorridors 10) auf 4 Richtungsfahrbahnen, ist zwischen Novi Sad und Belgrad bei Beska der Bau einer neuen Donaubrücke erforderlich. Diese wird als sogenannte “twin”- also Zwillingsbrücke parallel zur bestehenden, derzeit beide Richtungsfahrbahnen aufnehmenden Brücke errichtet und hat das selbe äußere Erscheinungsbild aufzuweisen.
Die in Form eines Design-Build Auftrages vergebene Leistung enthält sowohl die Planung, als auch den Bau dieses, mit 2.213 m längsten Brückenbauwerkes Serbiens. Die Donau wird hierbei mit Spannweiten von 60 m + 105 m + 210 m + 105m + 60 m überbrückt. Der Bau der drei Flusspfeiler stellt besondere Anforderungen an den Planer (Leonhardt Andra & Partner) und die Baufachleute von ALPINE. Am rechten Donauufer schließen sich die Vorlandfelder mit den Spannweiten 4 x 45m an, während die linke Vorlandbrücke mit 1.493 m Länge das Überschwemmungsgebiet der Donau überquert.
Nach Herstellung der mit Pfählen (Durchmesser 120 cm, Länge bis 35m) tiefgegründeten Pfeiler wird die linke Vorlandbrücke mittels einer an den Pfeilern befestigten Vorschubrüstung feldweise, je 45m, als einzelliger vorgespannter Hohlkasten betoniert. Mit dieser Bauweise ist ALPINE unabhängig von der oft monatelang überfluteten Aulandschaft. Die Spannweiten der rechten Vorlandbrücke werden in konventioneller Bauweise mit Rüstung und Schalung feldweise betoniert, wobei die Höhe über Grund bis zu 40 m beträgt. Die grossen Spannweiten der Flussbrücke werden im System des “Freien Vorbaus” errichtet. Hierbei wird das Tragwerk jeweils von den Pfeilern aus nach beiden Seiten im Gleichgewicht (Waagebalken) in kurzen, 5m Abschnitten, betoniert und vorgespannt. Ist die Mitte der Spannweite erreicht, werden die Vorbaugeräte auf dem nächsten Pfeiler aufgebaut und die Vorgänge wiederholen sich, bis der Mittelschluss die frei auskragenden Tragwerksteile verbindet.











