Auftraggeber: Republik Österreich
Bauzeit: 06.2002 – 01.2006
Standort: Theresienfeld, Niederösterreich
Land: Österreich
Der Standort befindet sich an einem der bedeutendsten Grundwasservorkommen in Mitteleuropa, dass bereits mehrfach zur Trinkwasserversorgung herangezogen wurde. Bei der Deponie handelt es sich um die Verfüllung einer Schottergrube ohne bauliche Abdichtung der Sohle gegenüber dem gut durchlässigen Untergrund. Die Grube ist auf eine Längserstreckung von ca. 400m zur Gänze mit Abfall aufgefüllt. Die Ablagerung beträgt max. 115m an der Oberfläche, 85m an der Deponiesohle und besteht aus Hausmüll, hausmüllähnlichen Gewerbeabfällen und Sperrmüll, sowie aus mineralischen Abfällen (Bauschutt) und kontaminierten Bodenaushubmaterial. In diesem Abfallgemisch eingelagert sind ca. 840 Fässer mit Lackresten, Lösemitteln und Destillationsrückständen. Durch Korrosion der Gebinde sind Teilmengen der Fassinhalte bereits ausgelaufen und in den Abfallkörper bzw. in den Untergrund eingedrungen. Durch fehlende Basis und Oberflächenabdichtung der gesamten Altlast, dringt immer wieder stark belastendes Sickerwasser durch den Deponiekörper in den gut durchlässigen Untergrund. Aufgrund der durchgeführten Untersuchungen, muss mit einer erheblichen Ausdehnung der Vorverunreinigung des gewachsenen Bodenmaterials gerechnet werden. Der Austausch des kontaminierten Untergrundes und die Wiederverfüllung ist auch eine Forderung der Räumungsbescheide.
Technische Daten
Räumung Deponiekörper: 850 000 t
Kontaminierter Untergrund: 950 000 t
Bergung von Gebinden (30-100l): 2000 Stk.
Bergen von Gebinden größer 100l: 6500 Stk
Aushub des kontaminierten Untergrundes unter Wasser: 70 000 m³
Auffüllen mit Austauschmaterial: 190 000 m³
Einbau von Material oberhalb HGW: 170 000 m³
Einbau von Auffüllungsmaterial: 190 000 m³
Einbau Böschungsschüttung: 300 000 m³
Abdecken mit geruchsfähigem Material: 37 000 m²











