Auftraggeber: Asfinag BMG
Bauzeit: 08.2005 – 04.2008
Standort: A4 Knoten Bruckneudorf bis zum Grenzübergang Kittsee
Land: Österreich
Die A6 Nordostautobahn erstreckt sich als eine der wichtigsten Verbindungen in den Osten von der A4 Ostautobahn Knoten Bruckneudorf bis zum Grenzübergang Kittsee in der Slowakei. Das Baufeld hat eine Länge von 21,8 km und gilt damit als die derzeit größte Erdbau-Baustelle Österreichs. Derzeit bewegt sich ein Großteil des Transitverkehrs von der Südslowakei durch Ortsgebiete auf den Bundesstraßen B10 und B50, was zu erheblichen Belastungen für die Bevölkerung führt. Ziel dieser neuen Autobahn ist es, den derzeitigen und zukünftigen Schwerverkehr rasch abwickeln zu können und gleichzeitig durch die Lage der Trasse für eine Entlastung der Bevölkerung zu sorgen. Die B50 wird unter Aufrechterhaltung des Verkehrs bereichsweise erneuert und dem Verlauf der A6 angepasst. In den Bestand integriert werden müssen insgesamt drei Autobahnanschlussstellen und ein Knoten A4/A6 .
Als geografische Trennung der Baustelle, welche sich sowohl auf burgenländischem als auch auf niederösterreichischem Boden befindet, gilt die 425m lange Leithabrücke bei Autobahnkilometer 11,4. Erst nach Fertigstellung der Richtungsfahrbahn Slowakei am 02.10.2006 wird der Baustellenlängsverkehr über die Leitha geführt und somit eine Verbindung der Baufelder im Osten und Westen geschaffen. Auf der Osthälfte befindet sich eine Seitenentnahme mit einer Fläche von ca. 150.000m² und einem Entnahmevolumen von ca. 1,0 Mio. m³. Von dort wird Schüttmaterial bis zu einer Tiefe von 8m entnommen bzw. der Oberboden der Haupttrasse deponiert. Im Bereich des Grenzüberganges Kittsee wird die bestehende Bundesstraße zu einer vollwertigen Autobahn ausgebaut.
Das Hauptaugenmerk im Westbereich richtet sich auf die Erstellung des Anschlussknotens an die A4 auf Höhe Bruckneudorf. Der Autobahnzubringer verläuft mittels einer Unterführung unter der bestehenden Autobahn durch, wobei für dessen Herstellung beide Fahrspuren der A4 umgelegt wurden. Als Gründung der Brücke dienen Schlitzwände. Aufgrund der vorhandenen Grundwasserverhältnisse wurde die Unterführung der A6 mittels einer Dichtwand abgeschottet. Die Schütthöhen der Dämme auf der Haupttrasse betragen bis zu 7m, die Einschnitttiefe bis zu 5m. Insgesamt müssen 2,45 Mio. m³ Abtrag und 2,16 Mio. m³ Schüttmaterial bewegt werden. Diese Arbeiten werden derzeit mit Hochdruck durchgeführt, sodass der „große Erdbau“ bis Ende September 2009 abgeschlossen sein wird. Um diese Mengen bewältigen zu können ist der Einsatz von computergesteuerten Maschinen unerlässlich. Zum Einsatz kommen modernste Techniken wie GPS-Raupen bzw. 3D-Grader. Die Entwässerung der Fahrbahn erfolgt über Versickermulden und 23km Rohrleitungen welche in insgesamt 19 Absetzbecken münden.
Technische Daten
Länge: 21,8 km
Abtrag wegschaffen: ca. 2,45 Mio m³
Dammkörper schütten: ca. 1,83 Mio m³
Obere Tragschicht: ca. 480 000 m³
Betondecke: ca. 478 000 m²
Entwässerung: ca. 23 000 m
Asphalt: ca. 170 000 t
Wildschutzzaun: ca. 43 000 m
Stahlleitschienen: ca. 27 400 m
Ortbeton- und Fertigteilwände: ca.22 500 m










