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Hamburg bekommt eine Hafenkrone
10.06.2009
Hamburg bekommt eine Hafenkrone
Mit dem Empire River Side Hotel wird für den 90-jährigen Willi Bartels ein Traum Wirklichkeit: Hamburg bekommt seine Hafenkrone! Hanseatisch elegant und unübersehbar prägt das Luxushotel der Extraklasse die Skyline von Hamburg.

Empire Riverside Hotel Die Eigentümerfamilien Fraatz und Bartels haben für dieses Projekt den britischen Star-Architekten David Chipperfied engagiert. Der 21-geschossige, bronzeverkleidete Hotelturm am Elbufer gibt dem Szene-Viertel St. Pauli ein eigenes Wahrzeichen. Willi Bartels hat mit dem Bau des Empire Riverside auch sein Lebenswerk gekrönt – er starb wenige Tage nach der Einweihung des Hotels. Das Leben des gelernten Fleischers und späteren Hoteliers und Immobilienmagnaten ist eng mit St. Pauli verknüpft. Schon Bartels Vater besaß legendäre Lokale auf der Großen Freiheit. Durch den Zukauf von Immobilien, Hotels und Wohnungen und weithin bekannte Gebäude wie das “Dollhouse”, “Schmidt´s Tivoli” und das “Hotel Hafen Hamburg” baute Bartels sein Imperium weiter aus. Seine Geschäfte führen heute die Enkelsöhne weiter. St. Pauli ist vor allem als Vergnügungsviertel und Amüsiermeile bekannt, obwohl es auch ein bedeutendes Wohnviertel für Arbeiter, Studenten, Intellektuelle und Künstler ist.

Erst seit ca. 180 Jahren trägt St. Pauli seinen Namen, vorher wurde der Stadtteil vor den Toren Hamburgs „Hamburger Berg“ genannt. Die Einwohner der Vorstadt waren seit der Besiedelung im 17. Jahrhundert laut und bunt gemischt – und innerhalb der Stadtmauern unerwünscht. Leute, die das Bürgergeld nicht zahlen konnten, übelriechende Gewerbe wie die Tranbrennerei, lärmendes Handwerk, Gastwirte und Prostituierte, Amüsierbetriebe und der Pesthof. Später zogen noch die Reepschläger (Seilmacher) zu, sie gaben der Reeperbahn ihren Namen. Der Boom St. Pauli´s setzte durch die Einführung der Dampfschifffahrt um 1830 ein. Die Schiffe machten am Elbufer auf Höhe des Hamburger Berges fest und brachten jede Menge Matrosen mit. St. Pauli wurde zum Vergnügungsviertel – Kneipen und Etablissements schossen wie Pilze aus dem Boden. Die St. Paulianer lebten vom Handwerk und vom Hafen. Um 1840 sind in St. Pauli 98 Wirte, 10 von 13 Tanzlokalen in ganz Hamburg und 150 Prostituierte registriert. Das Gebiet um den Spielbudenplatz, die Reeperbahn, Herbertstraße und Große Freiheit wird als Kiez bezeichnet. Hier gilt – behördlich geregelt – keine Sperrstunde für die Gastronomie. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts gab es hier Trinkhallen, Theater und Cabarets. Den zweiten Weltkrieg hat St. Pauli nahezu unbeschadet überstanden. In den 60ern traten zahlreiche Legenden des Rock´n´Roll und sogar die Beatles in den Clubs auf der Großen Freiheit auf. Cabarets, Varietés, Shows, Clubs, Kneipen und Bordelle reihten sich dicht aneinander.

Heute entsteht zwischen Hamburger Hafen, der Reeperbahn und der Speicherstadt am Gelände der ehemaligen Bavaria-St. Pauli-Brauerei ein neues, modern gestaltetes Stadtviertel mit Wohnungen, Hotels und Bürogebäuden – dennoch ist das alte St. Pauli unsterblich und voller Originale. Und die Reeperbahn, der grelle, glitzernde Boulevard zwischen Millerntor und Nobistor ist ihre Lebensader – bunt, laut und eigenwillig.

www.alpine-bau.de
www.empire-riverside.de

Bildquellen: 
www.mediaserver.hamburg.de/C. Spahrbier
ALPINE Bau Deutschland AG

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