ALPINE BeMo Tunnelling, ein Tochterunternehmen des ALPINE Konzerns, ist im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft mit der Errichtung der U-Bahn Stationen „Liverpool Station“ und „Whitechapel“ beauftragt. Sie sind Teile des derzeit größten Infrastrukturprojektes in Europa – „Crossrail“ – mit einem Gesamtauftragsvolumen von umgerechnet 17 Milliarden Euro.
Das Ziel der Arbeitssicherheitsstrategie ist die Minimierung der Arbeitsunfälle und Risiken auf Null. „Target Zero is more than just a health and safety policy. It’s a state of mind that covers the way we think and the way we work“ ist auf der Homepage des Auftraggebers Crossrail zu lesen.
Besondere Anforderungen gelten jedoch nicht nur auf der Baustelle. „Der Londoner Bürgermeister Boris Johnson, selbst überzeugter Radfahrer und Fußgänger, hat persönliches Interesse daran, die Situation für Radfahrer und Fußgänger zu verbessern,“ erzählt Projektleiter Christian Neumann, „daher sind Unfälle aufgrund von Baustellenverkehr tunlichst zu vermeiden“. Um die Lärm- und Staubbelästigung einzudämmen und damit der sensiblen Umwelt und den Anrainern in dicht bebautem Stadtgebiet gerecht zu werden, muss die oberirdische Baustelle eingehaust werden. Dafür sind besondere Kran- und Betonmischanlagen erforderlich.
Enge Zugangsschächte, über die die gesamte Tunnelbaustelle versorgt werden muss, eine kritische Verkehrssituation mitten in der Londoner City und beengte Platzverhältnisse über den Zugangsschächten stellen die Mitarbeiter vor logistische Herausforderungen.
Gefordert sind die Untertagebauexperten auch mit dem besonderen Boden, dem „London Clay“. Der weiche Londoner Ton – das Material ist mit härterem Käse vergleichbar – ist zwar leicht zu baggern, muss jedoch sofort mit Spritzbeton gesichert werden. Zusätzliche Zementinjektionen vermeiden Setzungen von benachbarten sensiblen Gebäuden und Bewegungen im Nahebereich eines Labyrinths aus Kanälen und U-Bahnen.




